Bei strahlend heißem Sommerwetter hieß Karin Roth die Mitglieder der SHG Schweinfurt sowie die Leitung anderer SHG (J. Hoffmann für Bamberg, Fam. Wendel für Würzburg) und Mitarbeiterinnen des DGM-Team Würzburg willkommen. Seit der Gründung leitet sie die Gruppe mit großem Engagement und hat die Entwicklung über drei Jahrzehnte begleitet und geprägt.
Mit persönlichen Worten nimmt Karin Roth die Anwesenden mit auf einen Rückblick in 30 Jahre gemeinsames Miteinander:

„Heute ist ein ganz besonderer Tag. Wir feiern 30 Jahre Selbsthilfegruppe – 30 Jahre Gemeinschaft, gegenseitige Unterstützung und viele gemeinsame Erlebnisse.
Wenn man bedenkt, dass alles im Jahr 1996 begann, ist das schon etwas Besonderes. Angelika Eiler (DGM) und Frau Vize (VHS Schweinfurt) haben damals Betroffene angeschrieben und zu einem ersten Treffen eingeladen. Niemand konnte damals wissen, dass daraus eine Gemeinschaft entstehen würde, die drei Jahrzehnte später noch immer besteht.
Seitdem treffen wir uns Monat für Monat. Wir haben miteinander gesprochen, zugehört, Rat gegeben und Trost gespendet. Wir haben gelacht, gefeiert und uns gegenseitig Mut gemacht, wenn’s mal nicht einfach war. Unsere Gruppe ist für viele ein Ort, an dem man verstanden wird und sich nicht allein fühlt. Dass wir heute hier stehen und auf 30 Jahre zurückblicken können, ist nicht selbstverständlich. Selbst die schwierige Zeit der Corona-Pandemie konnte uns nur vorübergehend voneinander trennen. Die Verbundenheit untereinander ist geblieben.
Zu einem Rückblick gehören aber nicht nur die schönen Erinnerungen. In den vergangenen Jahren mussten wir auch Abschied nehmen von Menschen, die unsere Gruppe geprägt haben und uns ans Herz gewachsen waren.Sie haben unsere Gemeinschaft bereichert und hinterlassen eine Lücke. Heute denken wir besonders an sie. Sie bleiben ein Teil unserer Geschichte und unserer Erinnerungen.
30 Jahre Selbsthilfegruppe bedeuten weit mehr als eine Zahl. Sie stehen für Zusammenhalt, Freundschaft, Vertrauen und das Wissen, dass niemand seinen Weg allein gehen muss. Darauf können wir stolz sein.
Ich danke allen, die diese Gruppe in den vergangenen 30 Jahren begleitet, unterstützt und mit Leben gefüllt haben. Ohne euch gäbe es diese Gemeinschaft nicht. Ganz besonders Doris und Franz Koch, die es ermöglicht haben, diese Feier heute hier auszurichten.
Lasst uns gemeinsam zurückblicken, schöne Erinnerungen teilen, aber auch nach vorne schauen – mit der Hoffnung, dass unsere Selbsthilfegruppe noch viele Jahre ein Ort der Begegnung, der Unterstützung und des Miteinanders bleibt.“

Sozialpädagogin Angelika Eiler von der DGM, die sozusagen als „Hebamme“ der Gruppe maßgeblich dazu beitrug, dass aus einer ersten Begegnung eine beständige Gemeinschaft werden konnte, gratuliert herzlich und hebt lobend hervor, dass die Gruppenarbeit heute auf mehrere Schultern verteilt ist. Dies sei vermutlich eines der Geheimnisse für den langjährigen Erfolg der Gruppe. Besonders erfreulich sei zudem die gute und freundschaftliche Zusammenarbeit mit den anderen bayerischen Selbsthilfegruppen.
Herzlichen Glückwunsch und alles Gute für die Zukunft.
