Ankommen, durchatmen, kennenlernen – so begann unser DGM‑Wochenende vom 20. – 22. März in Wartaweil, direkt am wunderschönen Ammersee. Schon bei der Begrüßung war den 16 Teilnehmern klar: Das wird kein gewöhnliches Wochenende. Denn statt eines einfachen „Hallo, ich bin …“ bekam jede*r eine ganz persönliche Aufgabe: passend zum ersten Buchstaben des Vornamens ein Tier oder eine Pflanze zu benennen: von „Hase“ über „Anaconda“ zu „Stinktier“ “ war vieles dabei, Merkhilfe inklusive, Lacher garantiert.

Inhaltlich ging es manchmal tief – aber immer mit Leichtigkeit und Respekt. Die Fragen „Woher komme ich? Wo bin ich? Wohin möchte ich?“ begleiteten uns durch das Wochenende, nicht theoretisch, sondern ganz nah an unseren Gefühlen. Unterstützt von Klangschalen durften wir zur Ruhe kommen, innehalten und kleine Kraftquellen entdecken – manchmal leise, manchmal im Gespräch. Auch die Stimme wurde nicht geschont, mit beherztem „HA, HE, HI, HO, HU“ wurden Stimmbänder geweckt, gelockert und getestet. Besonders herausfordernd (und äußerst amüsant): Unterhaltungen, die ausschließlich mit dem Wort „ja“ geführt werden durften. Erstaunlich, wie viel man damit sagen kann und welch positive Auswirkungen es auf uns hat.
Ganz bodenständig wurde es beim Spüren unserer eigenen Wurzeln. Diese wurden nicht nur gefühlt, sondern auch kreativ zu Papier gebracht. Da wir uns im Alltag häufig auf die „Trigger“ konzentrieren, lernten wir die Wichtigkeit, diese durch „Glimmer“ auszugleichen, z.B. durch Familie, Kino, Konzert, Musikhören, nette Gespräche oder eine gute Tasse Kaffee oder Tee an der Sonne.
Ein echtes Highlight war der Musikabend: Wunschplaylist, Tanz, Bewegung, Freude. Ob mit oder ohne Rollstuhl – alles durfte, nichts musste. Der Raum war voller Energie, Lebensfreude und einem starken Gefühl von Gemeinschaft.


Abgerundet wurde das Wochenende durch die herrliche Lage direkt am Ammersee, ein ausgesprochen freundliches und aufmerksames Team vor Ort und nicht zuletzt durch das leckere Essen.


Fazit: Wartaweil war mehr als ein Tagungsort. Es war ein Ort zum Auftanken, Austauschen, Lachen und Wurzeln schlagen – und wir sind mit vollen Herzen und vielen schönen Erinnerungen nach Hause gefahren.
Ein ganz besonderer Dank gilt unseren beiden wunderbaren Moderatorinnen Albertine Deuter und der Ärztin Bernadette Fittkau-Tönnesmann. Mit viel Feingefühl, Humor und spürbarer Harmonie haben sie uns durch das Wochenende begleitet – ganz ohne strengen Zeitplan, dafür mit viel Raum zum Ankommen, Mitmachen und Sein. Genau diese entspannte und zugleich achtsame Führung hat das Wochenende zu etwas ganz Besonderem gemacht. Danke euch beiden für diese schöne gemeinsame Zeit!
Nadja Stock
Ruth Samtleben
